"Ich habe Licht gebracht!"

Louise Otto-Peters, eine deutsche Revolutionärin

Dieser Roman erscheint im Sax-Verlag wurde im März auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt. 

ISBN 978 - 3 - 86729 - 400 - 3; 500 Seiten, € 19,80

Auch als Ebook erhältlich.

„Ich habe Licht gebracht!“, ruft die fünfjährige Louise Otto, als sie zum ersten Mal eines der neuen Schwefelhölzchen entzünden darf. 

„Licht bringen“ - dieser Vorsatz zieht sich durch Louises Leben wie ein roter Faden. Während viele von Freiheit träumen, herrschen in Deutschland Mitte des 19. Jahrhunderts Polizeiwillkür, Zensur und extreme soziale Ungleichheit. Obwohl es streng verboten ist, Missstände auch nur anzusprechen, wirft Louise in ihren politischen Gedichten und Artikeln immer wieder Schlaglichter auf die entsetzlichen Lebensumstände des Industrieproletariats. Mit ihren Romanen avanciert sie bald zu einer der bekanntesten Autorinnen ihrer Zeit und wird als »Lerche des Völkerfrühlings« gefeiert. 

Hoffnung auf Demokratie bringt die Revolution, die im März 1848 ihren Anfang nimmt. In dieser Aufbruchstimmung schafft Louise für Frauen ein Netzwerk der Solidarität und gründet die erste Frauenzeitung Deutschlands. Einen Unterstützer findet sie in dem Revolutionär August Peters, mit dem sie bald mehr als eine Freundschaft verbindet. 

Doch die Gegenrevolution lässt nicht lange auf sich warten: Als der Dresdener Maiaufstand niedergeschlagen wird, sieht sich Louise Bespitzelungen und Verhören ausgesetzt. Ihre Welt verfinstert sich vollends, als sie erfährt, dass August Peters Gefangener der preußischen Armee ist...

 

Anja Zimmer beschreibt das Leben dieser außergewöhnlichen Frau in einem spannenden Roman und zeigt, dass viele von Louises Forderungen nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben. 

 



Neu von Ingrid Ganß: Die Kristallkugel

„Es war einmal eine Zauberin, die hatte drei Söhne, die sich brüderlich liebten; aber die Alte traute ihnen nicht und dachte, sie wollten ihr ihre Macht rauben. Da verwandelte sie den Ältesten in einen Adler …“
Die Zauberin Megynde herrscht mit eiserner Hand über ein kleines Inselreich im hohen Norden. Ihr jüngster Sohn Morten ist ein verträumter, schmächtiger Junge, den seine älteren Brüder noch für ein Kind halten und nicht sonderlich ernst nehmen. Vor der grauen, kühlen Ereignislosigkeit seiner abgelegenen Heimat flüchtet Morten sich in Fantasien vom Schloss der goldenen Sonne in einen warmen, lebendigen Süden, in dem er mit einer wunderschönen Prinzessin leidenschaftliche Nächte erlebt.
Die Lage der drei Brüder ändert sich dramatisch, als Megynde ihren ältesten Sohn in einen Adler verwandelt. Als auch der zweite Sohn in einen Wal verwandelt wird, muss Morten Hals über Kopf fliehen. Zum ersten Mal völlig auf sich gestellt, zieht Morten in eine neue, aufregende Welt hinaus, die nicht immer bereit ist, ihn mit offenen Armen zu empfangen …

 

Aus dem Grimm‘schen Märchen vom dritten Sohn, der auszieht, sein Glück zu finden, webt der Roman „Die Kristallkugel“ eine Geschichte von der Suche nach sich selbst, von Rivalität und Liebe unter Geschwistern, von Magie und Verwandlung in einer zeitlosen, vom Mittelalter inspirierten Welt.

 

ISBN 978-3-937013-51-0; € 16,-

Format DIN A 5; 500 Seiten



Ingrid Ganß: Der Spielmann

Während sich in Frankreich am Hof des Sonnenkönigs jede erdenkliche Pracht entfaltet, leiden die deutschen Lande unter den Folgen des 30jährigen Krieges. In dieser Zeit begeistert sich die behütet aufgewachsene, gebildete Fürstentochter Elisabeth für die aufkeimenden Gedanken von der Gleichheit von Mann und Frau. Sie widersetzt sich den Heiratsplänen ihres Vaters, bis dieser die Geduld verliert und sich zu dem Schwur hinreißen lässt, sie solle nach Ablauf eines Monats mit dem erstbesten Mann vermählt werden, der um ihre Hand anhält. Und just an diesem Tag betritt der verwegen aussehende junge Spielmann Jakob den Speisesaal des Fürsten. Er führt die verwöhnte Prinzessin auf die staubige Landstraße und Elisabeth muss lernen, sich in der ihr gänzlich unbekannten Welt der Gaukler und Zigeuner, der Bauern und Küchenmägde zurechtzufinden. 

In dieser Variante des grimmschen Märchens vom „König Drosselbart“ wird das Leben der Frauen im 17. Jahrhundert unterhaltsam und spannend dargestellt. 

 

„Aus der alten Erzählung wurde eine spannende Geschichte um Mut, Emanzipation und um die persönliche Entwicklung zweier Menschen, die voneinander lernen, Vorurteile über unterschiedliche Lebenswelten abzubauen und gegenseitige Achtung erlangen.“ 

Fuldaer Zeitung 

 

ISBN 978-3-937013-47-3 ; € 15,-[D], € 15,40 [AT]

Auch als Ebook erhältlich.


Neu ab April 2019 - Ingrid Ganß: Der König

„Sollte man eine Geschichte, die zu Ende ist, weitererzählen?“, fragt Andreas. Wenn sie zu Ende ist, ist sie zu Ende, findet Jakob. Und wer will das auch schon hören, wenn dann alles ganz anders verläuft, als die Zuhörer sich das gewünscht hätten? Aber Andreas lässt nicht locker: „Das Leben geht ja auch immer weiter, oder?“ 

Und so geht auch die Geschichte von Jakob und Elisabeth weiter, die sich im ersten Teil „Der Spielmann“ gefunden und wieder verloren hatten. Jakob zerreibt sich als König von Reupen zwischen seinen Überzeugungen und den politischen Notwendigkeiten, während Elisabeth sich zu ihrer Cousine Eleonore geflüchtet hat, fest entschlossen, den Rest ihres Lebens als alleinstehendes Fräulein zu verbringen. 

Doch dann steht eines Morgens ein völlig unerwarteter Besucher vor Elisabeth, erschüttert nachhaltig die Ruhe ihres Refugiums und zwingt sie zum Handeln ... 

 

Der Zauber der Drosselbart-Adaption ist ungebrochen. Kaum jemand wird sich ihm entziehen können. Dies erst recht, da dem Buch eine grosse Feinfühligkeit und ein ruhiges Verständnis menschlicher Gefühle zugrunde liegen. Ruhig, wenn auch keineswegs ereignislos ist auch der Verlauf der Geschichte. Wer also auf temporeiches Schlachtengetümmel setzt, wird besser nicht zu Der König greifen. Wem eine dichte Erzählweise und eine hochkarätige, tiefsinnige Geschichte wichtig sind, wird hier ein außergewöhnliches Buch in Händen halten. 

 

Rita Dell‘Agnese; Histo Couch

 

 

 ISBN 978-3-937013-50-3 ; € 14,-[D], € 14,40 [AT] 


Frauenzimmer Verlag, Ringweg 19, 35321 Laubach - Lauter, USt-ID-Nr.: DE214981935

Gestaltung der Seite: Anja Zimmer; Fotos: Frank Glabian, Hans-Dieter Haas, Markus Lappe und Anja Zimmer

Aktualisiert am: 16.06.2019