Renaissance-Trilogie

Beste Unterhaltung mit historischen Tatsachen...


Mitternachtsblüten - Das Leben der Anna von Hessen

Anja Zimmer Mitternachtsblüten Das Leben der Anna von Hessen

„Das Kind ist mein und geht mir zu Herzen.“

Hinter diesem Satz verbirgt sich der hartnäckige Kampf einer Mutter um ihren Sohn.

Anna von Mecklenburg ist fünfzehn Jahre alt, als sie im Oktober des Jahres 1500 mit Wilhelm II. von Hessen verheiratet wird. Die Hoffnungen, mit denen das temperamentvolle Mädchen diese politische Ehe eingeht, sind bald zerstört. Mit ihrem Mann, den sie mit „Sie“ und „Herr“ ansprechen muss, verbindet sie wenig.

Als Wilhelm stirbt, ist Annas Sohn - der zukünftige Landesherr - vier Jahre alt. Wilhelm übergibt in seinem Testament Anna und ihre beiden Kinder der Vormundschaft Ludwigs von Boyneburg - Annas ärgstem Feind. Anna fürchtet um das Leben ihres Sohnes und beginnt einen Kampf, in dessen dunklen Stunden sie zu ihrer Stärke findet.

ISBN Softcover: 978 - 3 - 937013-24-4 € 11,95.  

Format: 12 cm x 19 cm, 520 Seiten, 5 s/w Aufnahmen von Schauplätzen.

ISBN Hardcover 978 - 3 - 937013 - 25 - 1 € 18,95.

Als eBook in allen gängigen Shops erhältlich.



Auf dass wir klug werden - Das Leben der Herzogin Elisabeth zu Sachsen

Teil 1

Anja Zimmer Auf dass wir klug werden Das Leben der Herzogin Elisabeth zu Sachsen Teil 1

Dresden im Jahre 1526: In einer Zeit, in der allein der Besitz lutherischer Schriften unter Strafe steht, bekennt sich die junge Herzogin Elisabeth immer offener zur Reformation und schafft sich erbitterte Feinde am Hof ihres streng katholischen Schwiegervaters, Herzog Georg zu Sachsen.

Mit unzähligen Briefen versucht Elisabeth, den Frieden zwischen ihrem Schwiegervater und ihrem protestantischen Bruder, Landgraf Philipp von Hessen, zu wahren, doch dies wird ihr als Spionage ausgelegt und sie verliert die Gunst Herzog Georgs.

Als Elisabeths Widersacher ihr Ehebruch unterstellen, fällt sie vollends in Ungnade, und Herzog Georg droht sogar, sie einmauern zu lassen...

Dieser Roman ist ein Plädoyer für religiöse Toleranz, das auch heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Die Autorin schildert ein bewegtes Frauenleben in einer Zeit voller Gegensätze und Abgründe, wobei sie immer den großen Kontext deutscher Geschichte im Blick behält.

ISBN 978-3-937013-13-8, Format DIN A 5, 516 Seiten, 28 s/w- Abbildungen.

14,95 € (D) 15,50 € (A)

Als ebook in allen gängigen Shops erhältlich


Herzogin Elisabeth von Sachsen

- eine Rebellin der Reformation. 

Ein Film von Sabine Barth

 

Im August 2016 entstand für den MDR ein Film zu meiner Lissi. Die Autorin und Regisseurin Sabine Barth und ich waren auf Spurensuche in Rochlitz, Elisabeths Witwensitz. Entstanden ist dabei ein schöner Film über eine außergewöhnliche, starke Frau, die ihrer Zeit voraus war. 

Nach dem Ende der Reformationsfeierlichkeiten am 31. Oktober 2017 hat der MDR den Film leider aus seiner Mediathek genommen.

Zu sehen sind aber hier Bilder aus dem Film und ein paar Schnappschüsse von den Drehtagen.



Elisabeth war nicht die einzige Frau, die sich für die Reformation eingesetzt hat. Die evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) haben eine interaktive Website gestaltet mit vielen Frauen aus den letzten 500 Jahren, die sich alle für die Reformation eingesetzt haben. Meine Lissi darf dort auch nicht fehlen. Mehr...


Ein Paradies, gebaut auf Sand

Das Leben der Herzogin Elisabeth zu Sachsen - Teil 2

Anja Zimmer Ein Paradies, gebaut auf Sand Das Leben der Herzogin Elisabeth zu Sachsen Teil 2

Sachsen, 1537: Nach langen Jahren der Intrigen und Anfeindungen am Dresdner Hof kann Herzogin Elisabeth auf ihrem Witwensitz herrschen wie eine Königin. Schloss Rochlitz, das auf einem Felsen ruht, erscheint ihr wie das Paradies, weil sie endlich ihren protestantischen Glauben leben darf. Dass Herzog Georg, ihr Schwiegervater und Fürst, sie deshalb mit der Inquisition bedroht, erschreckt die Herzogin kaum, denn sie steht unter dem Schutz ihres Bruders, Landgraf Philipps von Hessen, einem mächtigen Hauptmann des Schmalkaldischen Bundes. 

Doch Philipp setzt alles aufs Spiel, was er und seine Bündnispartner geschaffen haben: Neben seiner Ehefrau, für die er nur Abneigung empfindet, nimmt er heimlich die junge Margarete von der Saale zu seiner Zweitfrau. Als dies wie ein Lauffeuer durch das deutsche Reich geht, hat der katholische Kaiser ihn in der Hand, da auf Bigamie die Todesstrafe steht. Der Kaiser lässt sich gnädig stimmen, doch Philipp bezahlt einen hohen Preis. Er wird politisch und militärisch kalt gestellt, und nun sieht der Kaiser die Zeit gekommen, die deutsche Reformation zu vernichten.

Elisabeth riskiert ihr Leben und ihre Freiheit, indem sie den Schmalkaldischen Bund mit geheimen Informationen versorgt. Verzweifelt muss sie zusehen, wie der Krieg auch auf Rochlitz zurollt... 

 

VLB-ISBN 978 - 3 - 937013 - 11 - 4

656 Seiten, € 16,95

als Ebook in allen gängigen Shops erhältlich.

ISBN 978 - 3 - 937013 - 11 - 4

656 Seiten, € 16,95

Als ebook in allen gängigen Shops erhältlich.


Deutsche Geschichte, wie sie spannender nicht sein könnte...


Historisches aus der jüngsten Vergangenheit:

Marie Andott: Herbstkatze

Der Frauenzimmerverlag geht neue Wege.

 

Zum ersten Mal habe ich das Manuskript einer anderen Autorin verlegt. Normalerweise bin ich zu sehr mit meinen eigenen Texten beschäftigt, aber das Buch von Marie Andott hat mich sofort überzeugt.

Sie hat etwas zu sagen, diese Frau, die in den fünfziger und sechziger Jahren in einem kleinen Dorf irgendwo in Deutschland aufwuchs.

Ihre Sprache ist klar, unaufgeregt und gerade dadurch unmittelbar ansprechend.

 

Eines Nachts im Herbst entdeckt die längst erwachsene Marie am Waldrand gerade geborene, verwilderte Katzen.

Sie gehören niemandem, sind ganz auf sich gestellt, Aug in Aug mit dem Marder und dem Fuchs. Diese Begegnung erinnert sie intensiv an ihre Kindheit – als Herbstkatze.

An dieser Kindheit lässt sie nun zum ersten Mal LeserInnen teilhaben.

 

„Da hast du aber eine richtige Herbstkatze“, sagte eines Tages ein Mann zu ihrem Vater.

Diese Worte treffen sehr tief. Marie weiß, was Herbstkatzen sind. Die Bauern werfen sie tot oder ersäufen sie, weil sie kränklich sind, schwächer und struppiger. Man sagt, sie sind die Milch nicht wert, die man ihnen gibt.

Keinen Begriff verinnerlicht die kleine Marie so sehr für sich, wie den der Herbstkatze.

Durch die ganze Kindheit hindurch begleitet er sie.

Marie kommt nach dem Krieg in ärmlichsten Verhältnissen im kleinen Haus ihrer Oma zur Welt. Die junge Mutter ist mit dem Kind, der Armut und dem jähzornigen Ehemann völlig überfordert. Sie beginnt sehr früh, sich auf Marie zu stützen.

Sie wird Hilfskraft und Dienstmagd ihrer Eltern und bemerkt, dass ihr dadurch eine Art Daseinsberechtigung zugestanden wird. Die jüngeren Geschwister übernehmen dieses Muster der Eltern gegenüber Marie. Gefahren, große Belastungen und Überanstrengungen sind die täglichen Begleiter. Ein debiler Onkel ist von Anbeginn eine der größten Gefahren. Er überschreitet Grenzen bei Marie. Es beginnt bereits in einem Alter, in dem das Kind nicht einmal aussprechen kann, was ihm geschieht…

Was Marie berichtet, hat sie längst verarbeitet. Mit niemandem rechnet sie ab. Gerade dadurch wird klar, wie bescheiden und zugleich wahrhaftig es ist, was sie zu sagen hat. Direkt und offen lässt sie erstmals Menschen teilhaben an ihrer ersten Lebensphase, wohl wissend, dass es ja viele „Herbstkatzen“ gibt, dass viele Menschen ähnliche und noch härtere Erfahrungen gemacht haben.

 

Mit zunehmendem Bewusstsein wird Marie klar, wie kleinste Erfahrungen, Krümel, Staubkörnchen von Liebe und Herzensfreundlichkeit doch ausreichen können, um zu überleben, um zu erfahren, dass eine Herbstkatze stark wird und erkennen kann, dass sie vom Leben selbst gewollt ist. So ermutigt sie, dieses Leben nicht zu beschädigen oder gar wegzuwerfen, wie hart und lieblos es auch daherkommen mag.

Dieses Buch ist heilsam. Es hilft, zu leben und das Allerbeste zu machen aus den Staubkörnchen von Liebe und Herzenskraft.

 

Ich bin froh und auch ein wenig stolz, dass Frau Andott mir ihren Text anvertraut hat.

 

Erscheinen soll das Buch Anfang Oktober – wenn Herbstkatzen geboren werden.

 

ISBN 978-3-937013-43-5, € 14,95 

 

Das Cover hat Juliane Schneeweiss gemacht. 

Rezension in der Frauenzeitschrift "Mathilde"

Marie wuchs in einer patriarchalischen Kleinfamilie auf, im ländlichen Bereich in den 1950er-Jahren. Die Familie erweist sich als Zelle der Gewalt mit einem Vater, der sich in der Dorfgemeinschaft beweisen muss, der den selbst erfahrenen Druck als Gewalt an die Familie abgibt. Die Ehefrau muss ihm zu Diensten sein, die Kinder müssen gehorchen, sonst droht ihnen die Prügelstrafe. Marie ist das schwächste Glied, als Älteste von vier Geschwistern bekommt sie alles ab, was sie wie einen Fluch empfindet. Warum hört ihr niemand zu und glaubt ihr niemand, als ein Onkel das Kind brutal sexuell belästigt?

Die ständig vorhandene Angst des Kindes ist beim Lesen förmlich zu spüren, vor dem Vater, dem Onkel und auch der strengen Lehrerin. Warum glauben ihr nicht einmal die Frauen der Familie? Die Mutter ist überfordert, wird selbst vom Ehemann sexuell genötigt, nächtliche Szenen, die Marie aus dem Nebenzimmer miterlebt. Dass Frauen und Mädchen viel Druck und Gewalt schicksalsergeben ertragen müssen, hat die Mutter ihr früh vermittelt.

Die wenigen Personen, die sie stärken, sterben zu früh, geben ihr aber die Kraft zu überleben. Sie saugt jede kleine Liebesgabe auf, um den Glauben an sich selbst zu sichern. Als junge Erwachsene schafft sie es, ein Drama zu verhindern, als der Vater die Mutter und die jüngeren Geschwister umzubringen droht. In dieser Situation zu Hilfe gerufen, wird Marie stark und setzt dem Vater endlich Grenzen. Durch ihr beherztes Eingreifen verhindert sie so ein Familiendrama.

Das vorliegende Buch hilft zu verstehen, wie familiäre Gewalt funktioniert, die nicht selten zu Todesdrohungen oder gar zum Mord führt.ngpa

Marie Andott: Herbstkatze. Eine Erzählung. Frauenzimmer Verlag Laubach 2017. ISBN 978-3-937013-43-5, € 14,95 

 

 Quellenangabe: MATHILDE, März/April 2018 (152)

 

Frauenzimmer Verlag, Ringweg 19, 35321 Laubach - Lauter, USt-ID-Nr.: DE214981935

Gestaltung der Seite: Anja Zimmer; Fotos: Frank Glabian, Hans-Dieter Haas, Markus Lappe und Anja Zimmer

Aktualisiert am: 01.12.2018